Wichtige Fakten über den 16mm-Film

Den Namen 16mm verdanken die Filme der Breite des verwendeten Filmmaterials. Es beträgt 16 Millimeter. Daneben kann der 16mm-Film mit zahlreichen weiteren interessanten Fakten und Details punkten.

Seit wann existiert der 16mm-Film?

Super 8 Hersteller

John G. Capstaff von der Eastman Kodak Company entwickelte den 16mm-Film im Jahr 1923. Nun war es endlich jedem Hobbyfotografen möglich, selbst zu filmen.

Leider war das Filmen mit einer 16mm-Kamera nicht günstig. Ein Vergleich: Eine 16mm-Kamera mit Stativ kostete etwa 335,00 Dollar, ein neues Auto mit etwa 550,00 Dollar nicht unwesentlich mehr.

Für wen wurde der 16mm-Film hergestellt?

Der 16mm-Film wurde für Amateurfilmer sowie für Dokumentar-, Lehr- und Werbefilmeproduzenten eingeführt. In der aktuellen Berichterstattung war er besonders beliebt. Diese Art der Nachrichten kam in den früher 1950er Jahren auf; man benutzte für sie fast ausschließlich den 16mm-Film – weltweit.

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Der 16mm-Film und die Kinos

Recht schnell fand der 16mm-Film in den Kinos Verwendung. Er wurde dabei als Alternative zum 35mm-Kinofilm benutzt.

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Vor allem als Low-Budget-Kinofilme war der 16mm-Film beliebt. Zwar war durch die kleineren Bildfeldgröße die Qualität etwas schlechter als beim 35-mm-Film, aber daran störte sich angesichts der geringeren Kosten und der kompakteren Technik keiner.

Wichtige Neuerungen des 16mm-Films

Es waren vor allem zwei Neuerungen, die die Nutzer überzeugten:

  1. Der 16mm-Film war aus einem neuen, feuerfesten Material (safety film).
  2. Der 16mm-Film war ein Umkehrfilm. Das bedeutet: Nach der Entwicklung war er sofort vorführbar, sodass der Nutzer nicht auf Kopien zurückgreifen musste.

Maße der 16mm-Filme

Der 16 mm Film war etwa halb so breit wie der bisher verwendete 35mm-Film. Das bedeutet:

  1. Die Filmbildgröße beträgt 10,3 mm X 7,5 mm.
  2. Die Bilddiagonale beträgt 1/2 inch (Zoll), also 12,7 mm.

Gewicht der 16mm-Filme

Beim Gewicht muss man die verschiedenen Filmgrößen der 16mm-Filme unterscheiden:

  • 100 m der 16mm-Filme wiegen ungefähr 300 g.
  • 600 m der 16mm-Filme wiegen ungefähr 1,8 kg.
  • 1500 m der 16mm-Filme wiegen ungefähr 4,5 kg.

Perforationslöcher der 16mm-Filme

Pro Bild gibt es ein Perforationsloch. Es liegt seitlich, exakt in Höhe des Bildstrichs (analog zum Normal 8-Film).

Bei der Perforation sind zwei Varianten erhältlich: einseitig und (bei älteren 16mm-Filmen) zweiseitig.

Einseitig perforierte 16mm-Filme können eine Lichtton- oder Magnettonspur haben. Man benutzt sie vor allem als Rohfilm in den Filmkameras und für optische Kopien. Doppelt perforierte 16mm-Filme werden etwas seltener eingesetzt: für High-Speed-Filmkameras, Trickfilmkameras etc.

Auflösung von 16mm-Filmen

Die Auflösung der 16mm-Filme ist gering. Sie beträgt ca. 500 000 Bildpunkte.

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Die schlechte Auflösung (und auch das gröbere Korn) nahmen die Filmproduzenten in Kauf, weil sie die geringen Kosten der 16mm-Kameras und ihre kompakte, leichte Technik sehr schätzten.

Die Auflösung wurde im Laufe der Jahre verbessert. Ab den 1960er Jahren war das Material schon merklich höher auflösend. So wurde der 16mm-Film zum Standard-Aufnahmemedium für das Fernsehen.

Alternativen zum 16mm-Film

Das Mutterformat des 16mm-Films ist der 35mm-Film. Der 35mm-Filmstreifen war mit einer doppelseitigen Perforation versehen und wurde im Jahr 1889 eingeführt.        

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Eine weitere Variante ist der Super 16-Film. Er entstand im Jahr 1969 und ist einseitig perforiert. Den Platz der Tonspur nutzt der Super 16-Film für eine größere Bildfeldgröße. Sie beträgt 12,35 x 7,42 mm und ist damit rund 20 Prozent größer als diejenige des 16mm-Films.