Digitalisierung von Tonbändern

Das erste Gerät zur magnetischen Ton- und Sprachaufzeichnung – das Telegraphon – wurde 1898 von dem Dänen Valdemar Poulsen erfunden. Populär wurden Tonbänder bzw. Tonbandgeräte allerdings erst 40 Jahre später, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. Auf Spulen oder offenen Tellern aufgewickelt, wurden Tonbänder beim Rundfunk oder in Fernsehstudios eingesetzt, für den Privatgebrauch wurden spezielle Kassettentonbandgeräte zum Abspielen entwickelt.

Ende der 1970er Jahre löste die Kompaktkassette das ursprüngliche Tonband mehr und mehr ab. Wenn auch Sie noch im Besitz eines alten Tonbandes sind, haben Sie einen wahren Schatz zu Hause! Wir – die Film-Retter – helfen Ihnen, diesen Schatz zu bewahren und vor dem Verfall zu schützen. Lassen Sie Ihre Tonbänder am besten sofort digitalisieren!

Digitalisierung Ihrer Tonbänder bei den Film-Rettern – Ihre Vorteile:

  • Digitalisierung Ihrer Tonbänder als Audio-CD, MP3 oder WAV-Datei
  • Bestmögliche Qualität durch Audiorestauration und Entfernung von Bandrauschen
  • Übertragung in Programme wie iTunes möglich
  • Express- und Abholservice auf Wunsch
  • Kostenlose und unverbindliche Beratung


Wir digitalisieren auch Ihre Tonbänder – einfach, schnell und sicher. Vertrauen Sie uns Ihre Tonband-Schätze an: Bei den Film-Rettern bekommen Sie beste Qualität zu besten Preisen.

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Ausprobieren lohnt sich!

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Tonband Digitalisierung

Die Tonband Digitalisierung

Bei Tonbandspulen kann mit der Zeit ein Qualitätsverlust eintreten, da die Bänder nicht vor Entmagnetisierung geschützt sind. Wenn Sie heute noch Tonbänder besitzen, horten Sie regelrechte Schätze. Zur Zeit der Tonbänder wurden nur wichtige Aufnahmen auf Tonbändern aufgenommen. Dies waren zum Beispiel Konzerte, die ersten Worte der Kinder oder andere wichtige Tondokumente, die für die Nachwelt festgehalten werden sollten.


Formate und Anhörmöglichkeiten

Wenn Sie Ihre Tonbänder von den Film-Rettern digitalisieren lassen möchten, erhalten Sie diese in top Qualität und professionell überspielt. Wir können Ihre Tonträger heute noch überspielen. Nach diesem Vorgang können Sie Ihre Aufnahmen als Audio-CD, MP3, WAV-Datei oder auch in weiteren Formaten zuhause und unterwegs genießen. Sie können Ihre neuen Audio-Dateien auch mit weiteren Programmen, wie z.B. Audacity weiterverarbeiten.

Rauschentfernung

Die Film-Retter verfügen über professionelle und qualitative Ausstattung und können deshalb garantieren, dass nahezu jede Tonbandspule dort überspielt werden kann. Bei diesem Vorgang wird auch eine automatische Optimierung des Tons vorgenommen. Bandrauschen und andere lästige Qualitätsminderungen (z.B. „brummen“) werden somit entfernt.

Titeltrennung

Wenn Sie ein Tonband besitzen, auf dem Sie z.B. Musik gespeichert haben, welche über mehrere Minuten geht, dann können wir Ihnen hier eine Trennung der Titel erstellen. Sie erhalten nach der Vollendung das Gefühl, welches Sie von einer handelsüblichen CD kennen. Wir können Ihre Daten natürlich auch auf Festplatten, USB-Sticks oder andere Speichermedien überspielen. Sie können diese Daten nach der Digitalisierung natürlich auch in iTunes oder ähnlichen Programmen abspielen.

Das Tonband

Magnetbänder bestehen aus einem Trägermaterial, welches aus reisfester Polyesterfolie besteht, und sind nur wenige Mikrometer dick (4 µm bis 10 µm). Mit einer Magnetschicht aus Eisenoxid und Chromoxid wird diese elastische Folie nun beschichtet und ist dann 2 µm dick.

Diese Oxide werden kristallförmig mittels einem Bindemittel aufgetragen und durch diesen Vorgang, den man Magnetisierung nennt, werden die Magnetköpfe ausgerichtet. Diese erhalten dann Ihre Position, bis diese Schicht durch starke Magnetisierung eines Löschvorgangs neu sortiert wird.

Tonbänder

Bandbreite und Spulengröße

  • Die Breite lag zunächst bei 16mm, später bei nur 10mm
  • Von AEG: vor dem 2. Weltkrieg 6,5mm lang
  • Fusion Telefunken und AEG: nach dem 2. Weltkrieg abgelöst durch angloamerikanische Größen auf 6,36mm
  • Innenliegende Seite ist magnetisierbar
  • Wickelung der Magnetbänder auf bis zu 1000m lange Spulen

Bandgeschwindigkeit

Tonband
  • Aufnahmequalität wird von Bandgeschwindigkeit im Betrieb beeinflusst.
  • Ursprungsgeschwindigkeit: 77cm/s – wurde allerdings später nur für hochwertige Tonaufnahmen verwendet, ein Band von 1000m konnte also 22 Minuten aufnehmen.
  • Individuelle Entzerrung für jede Bandgeschwindigkeit
  • Verbesserung von Bandmaterial und Elektronik halbierten die Geschwindigkeit
  • Rundfunk festigte 38cm/s oder 19cm/s
  • 3,75 ips bei normalen Heimspulgeräten (ca. 3,75 Zoll pro Sekunde = 9,525 cm/s)

Da die Bänder über eine Rückseitenbeschichtung verfügen, die auf der anderen Seite des Trägermaterials ohne Halterung angebracht sind, sitzen die Bänder ohne Spulen fest auf dem Träger.

Wenn man die historischen Partner von Tonbandspulen betrachtet, findet man die Musikkassetten und natürlich auch noch andere Audiokassetten, Schallplatten, mitunter auch Schmalfilme und auch andere Formate, die Bild und Ton miteinander vereinen konnten.

Frisch- und Löschband

  • Frischband = neues, unbespieltes Band
  • Löschbänder = Bänder, die schon einmal bespielt wurden, die Daten darauf aber gelöscht wurden, um sie wieder zu überspielen
  • Löschbänder = nicht ideal für längere Archivierung / Lagerung
  1. Längere Lagerdauer macht die alten, gelöschten Aufnahmen wieder hörbar
  2. Klebestellen können trocken werden und somit reißen

Archivierung

  • Aufbewahrung in speziellen, klimatisierten Räumen
  • Starke Anfälligkeit für Temperaturwechsel und Feuchtigkeit
  • Fernseher und Lautsprecher können eine Entmagnetisierung verursachen

Wenn die Qualität der Aufnahmen keine große Relevanz hatte, konnte man diese so oft wie man wünschte überspielen.

Bedeutende Hersteller

  • AGFA
  • BASF
  • Fujifilm
  • Phillips
  • Sony
  • Braun
Digitalisierung von Tonbändern
Digitalisierung von Tonbändern

Tonbandgeräte Warten / Restaurieren – bitte nur von Profis!

Die Geräte für die Tonbandaufnahmen haben heute kaum noch Nutzen und zählen mehr als Antiquitäten. In vielen Fällen ist die Magnetschicht ausgelastet und funktioniert nicht mehr. Deshalb sollte man noch schauen, ob man die Geräte noch reparieren oder restaurieren kann oder ob diese ein Fall für die Entsorgung sind. Tonbandgeräte sind besonders empfindlich und technisch nicht für Laien ausgelegt. Deshalb sollten Sie sich für eine mögliche Restaurierung auf jeden Fall an einen Profi wenden. Heutzutage werden Tonbandgeräte eigentlich nur noch bei Ebay oder auf Flohmärkten und manchmal sogar noch auf Verkaufsportalen angeboten.

Wir erklären Ihnen nun einige Dinge, die bei der Wartung durchgeführt werden:

  • Wenn Sie ein neues Gerät gekauft haben, sollten Sie dieses immer erst überprüfen lassen, damit Ihr Bandmaterial nicht beschädigt wird.
  • Lesen Sie die Sicherheitsmaßnahmen und die Betriebsanleitung gründlich durch
  • Eine häufige Abnutzung gibt es bei den Antriebsriemen. Diese können Sie kostengünstig im Internet erwerben und durch einen Profi einbauen lassen
  • Damit die Mechanik geschmeidig bleibt, kann man mit einer Spritze Öl in die Ecken einfügen. Ein Fachmann hat hierfür spezielle Öle verfügbar, damit diese nicht verharzen
  • Wenn Sie ein Gerät gekauft haben, sollte es geöffnet werden, damit sichtbare Schäden ausgeschlossen werden können
  • Schwergängige Teile werden wieder gängig gemacht
  • Reinigen Sie das Gerät innen und außen, verwenden Sie keine scharfen Reinigungsmittel
  • Abriebreste des Bandmaterials können Sie von den Tonköpfen ganz einfach mit Isopropanol entfernen
  • Wenn alle Mängel beseitigt sind, können Sie das Gerät nun nutzen
Tonbandgerät warten und restaurieren

Tonbandgeräte kaufen

Tonbandgerät

Tonbandgeräte sind in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß und somit in der Regel auch zu restaurieren. Der optische Zustand und der technische Zustand müssen deshalb aber nicht der Gleiche sein. Achten Sie also darauf, ob diese einhergehen und ggf. beseitigt werden müssen.

Wenn Sie sich ein gebrauchtes Gerät kaufen, sollten Sie darauf achten, ob Sie ggf. Ersatzteile anschaffen müssen. Geräte der Firma Revox sind zu empfehlen, da man für diese auch heute noch die gängigsten Ersatzteile erhalten kann. Die Reparaturen sollten Sie dennoch einem Fachmann überlassen. Es gilt: je hoher die Geschwindigkeit des Bandlaufes, desto besser ist der Klang des Tones. Man sagt: größere Frequenzen = höhere Dynamik = kleinere Drop-Out-Rate. Eine gängige Geschwindigkeit ist 9,5 oder 19 cm/s.

Sie sollten sich für eine Bandsorte entscheiden. Auf diese muss Ihr Gerät vor der Nutzung abgestimmt werden und diese sollte auch nicht verändert werden. Wenn Sie sich nicht daran halten, kann es zu Verlusten bei hohen und tiefen Tönen kommen, dies erschwert auch den Vorgang der Digitalisierung.

2-Spur und 4-Spur-Geräte

Wenn es um Tonbandgeräte geht, spricht man häufig von 2-Spur, 4-Spur, Vollspur, Halbspur oder auch der Viertelspur. Dabei handelt es sich um verschiedene Formate für die Aufnahmen mit einem Tonband. Zu den Fremdwörtern, wenn es um Tonbandaufnahmegeräte geht, gehören auch 4-Spur-Mono, 2-Spur-Mono und Stereo.

Tonband

2-Spur-Gerät

Bei diesen Geräten sagt man, dass der Klang deutlich besser sein soll, da die Bänder immer nur in einer Richtung und auf zwei Spulen geteilt werden und somit mehr Informationen auf eine Bandrichtung passen sollen. Das Band kann somit allerdings auch nur in eine Richtung benutzt werden und die Zeit, die Sie aufnehmen können, ist geringer, weshalb auch höhere Kosten durch die Anschaffung für neue Bänder entstehen. Wenn Sie diese Kosten umgehen wollten, gab es nur die Möglichkeit, die Bänder mehrmals zu bespielen, also nochmal zu verwenden.

4-Spur-Gerät

Bei diesem Gerät wurde das Band nun auf vier verschiedene Spuren aufgeteilt. Das Band konnte nun also auch doppelt benutzt werden. Vorwärts zwei Spulen für den Stereoton und rückwärts zwei Spulen für den Stereoton. Das hat natürlich den Vorteil gehabt, dass die hohen Kosten für die Bänder minimiert werden konnten, da man in der Lage war mit einer Spule mehr Material aufzunehmen. Wenn diese Geräte besonders abgenutzt Tonköpfe hatten, war dies ein Zeichen dafür, dass die Spuren, die sehr eng aneinander liegen, eine Übersprechung auf der Gegenspur aufweisen. Dies ist besonders bei tiefen Tönen und beim Bass möglich.

Wie funktionieren Tonbänder?

Die Technik der Tonbänder ist ähnlich mit dem System, welches auch bei normalen Musikkassetten verwendet wird. Auch diese Form von Kassetten können wir natürlich für Sie digitalisieren, denn auch in dieser Form von Kassetten sind zwei Elektromagneten enthalten. Es handelt sich dabei um einen Löschkopf, also gewissermaßen die Vormagnetisierung, dieser hat die Funktion, dass der während der Aufnahme die magnetischen Partikel, die sich auf dem Band befinden, ausrichtet. Die Aufnahme geschieht also nicht mehr durch einen mechanischen Prozess, in dem in das Band hineingeritzt wird, wie zum Beispiel bei Schallplatten und Plattenspielern. Die Technik ist auch nicht mit der der Schmalfilm-Aufnahmen zu vergleichen, denn es handelt sich jetzt um einen elektrischen Vorgang. Beim anderen Magneten handelt es sich um den Tonkopf. Dieser hat die Funktion, dass je nach Elektrik die Partikel zu einem bestimmten Muster angeordnet werden. Es entstehen Magnetisierungsmuster. Diese werden dann im nächsten Schritt in verschiedenen Geschwindigkeiten an den Tonkopf weitergegeben, dieser liest sie dann aus und gibt jeden entstehenden Wechsel in dieser Magnetisierung an die Elektrik weiter. Dort werden die elektrischen Signale dann in verschiedene Frequenzen umgewandelt. Es entstehen hörbare Geräusche / Töne. Nun kommt der Löschkopf ins Spiel. Mit diesem kann das Tonband die Signale – im Gegensatz zu Schallplatten und Schmalfilmen – überspielen. 

Diese Schritte werden hier genau beschrieben:

Die Stereo-Funktion

Tonband

Für Tonbandgeräte hat man schon sehr früh nach der Möglichkeit gesucht, die Stereophonie zu ermöglichen. Dabei handelt es sich um eine elektroakustische Technik, die eine räumlich wirkende Wiedergabe von Stereophonie ermöglichen soll. Die Stereophonie war für den Rundfunk und Schallplatten schnell eine gute Alternative. Aufgrund der guten Erfahrungen, versuchte man diese auch schnell für die Tonbänder möglich zu machen. Die Stereophonie wurde in einem Studio eingesetzt. Dabei hat man es geschafft, dass gewünschte Ergebnis umzusetzen. Wenn man ein Stereo-Tonbandgerät hat, wird auf zwei Tonspulen parallel aufgezeichnet. Erst bei der Wiedergabe werden die Tonspuren dann separat verstärkt und dann wiedergegeben. Nach diesem Verfahren ist also ein Raumklang entstanden, den man bislang nur vom Stereorundfunk oder von Schallplatten kannte. Viele Hi-Fi-Fans waren von dieser Technik natürlich schnell überzeugt. Das sorgte dafür, dass diese Technik in vielen neuen Geräten eingesetzt wurde. 

Wichtige Hinweise

  • Um die Stereofunktion für die Tonbandgeräte zu ermöglichen, mussten neue Tonköpfe konstruiert werden, damit das Tonband in unterschiedliche Tonspuren aufgeteilt werden konnte. Von der Halbspurtechnik, bei der das Tonband in zwei Mono-Tonspuren aufgeteilt ist, wurde nun in die Viertelspurtechnik gewechselt.
  • Es werden nun vier Tonspuren auf einem Tonband aufgezeichnet. Dabei werden zwei Tonspuren pro Abspielrichtung angebracht.
  • Damit die Stereophonie möglich ist, werden auf einem Tonband zur gleichen Zeit zwei Spuren beschrieben. Es können also auch zwei Tonspuren zur gleichen Zeit und vor allem getrennt voneinander aufgenommen und wiedergegeben werden.
  • Die Viertelspurtechnik auf den Stereo-Tonbandgeräten hatte allerdings noch weitere Vorteile: auf jeder Bandseite besteht die Möglichkeit, unabhängig voneinander zwei Tonspuren gleichzeitig wiederzugeben. Man konnte also zwei unterschiedliche Aufnahmen auf zwei unterschiedlichen Tonspuren ermöglichen.

Die Spurenlagen

Damit man die Speicherkapazität der Tonbänder maximieren konnte, hat man diese aufgeteilt. Man kam also nun auf zwei oder vier Spulen. Es handelt sich dabei dann also um Halb- oder Viertel-Spuraufzeichnungen. Bei einer Halbspur-Aufzeichnung kann man nun also die doppelte Aufnahmedauer gewährleisten und das auf dem gleichen Tonband. Für die Frequenz der Aufnahme ist diese Tatsache unbedeutend. Der Bereich, der sich zwischen Vollauslastung und Rauschen befindet, wird nun allerdings kleiner. Es ist also ein kleiner Nachteil, dass sich bei der Viertelspur-Aufzeichnung schneller Dreck oder andere Verunreinigungen absetzen. Dies geschieht meist an den Tonköpfen. Wenn es sich um Mono-Aufzeichnungen handelt, hat man bei den Halbspurmaschinen zwei bzw. bei den Viertelspurmaschinen vier Spuren.

Bei Stereoaufnahmen wird sowohl beim linken, als auch beim rechten Kanal nur jeweils eine Spur in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass auch hier zwei Spuren zur gleichen Zeit genutzt werden. Diese Art von Bändern ist also nach einen Durchgang bereits vollständig bespielt. Bei Viertelspurgeräten stehen nach diesem Vorgang noch zwei weitere Spuren zur Verfügung. Die bis dahin gängige Methode, die Bänder zu überspielen, wurde ab diesem Zeitpunkt kaum noch genutzt.

In Nachgang finden Sie ein paar Skizzen, die Ihnen die Vorgänge, also den Zusammenhang von Tonköpfen und Tonbändern, deutlich machen sollen:

Die Mono-Halbspur

Um die Tonbandspulen einheitlich zu gestalten, wurde eine internationale Norm für die Austauschbarkeit eingeführt. Die Spuren der Halbspurgeräte für Monoaufzeichnungen wurden also in Spur 1 (obere Hälfte) und Spur 2 (Untere Hälfte) benannt. Spur 1 wird bei diesem Vorgang zuerst bespielt.

Hier sehen Sie, wie es in einem Tonbandgerät aussieht:

Tonbandspule Mono-Halbspur

Wenn sich auf Spur 1 bereits eine Aufnahme befindet, wird diese in der Aufnahmeeinstellung beim Durchlaufen automatisch gelöscht. Das Tonband, welches nun leer ist, läuft also durch den Aufnahmekopf. Dabei entsteht dann eine neue Aufnahme.

Das unbespielte Tonband läuft nun unbespielt über den Wiedergabekopf und es kann eine Kontrolle über den Wiedergabeverstärker durchgeführt werden, die eine Kontrolle über die letzten Aufnahmen ermöglicht. Dies nennt man Hinterbandkontrolle.

Auf Spur 1, auf der rechten Bandspule, befindet sich das bespielte Tonband. Um diese nun wieder auf den Wickelteller auf der linken Seite zu bekommen, wird die Spule um 180° gedreht. Dies ermöglicht, dass die bespielte Spur wieder unten liegt. Sie können so also die Spur 2 bespielen, ohne dass Sie die Aufnahmekanäle umschalten müssen.

Tonbandspule Mono-Halbspur

Wenn Sie mit einem Gerät für Halbspur-Aufzeichnungen arbeiten, ist das Band nach dem zweiten Durchlauf voll.

Die Mono-Viertelspur

Bei dieser Art der Aufnahme wird die Spur 1 zuerst bespielt.

Tonbandspule Mono-Viertelspur

Auch hier wird das Band gewendet und beim zweiten Durchgang Spur 2 bespielt. Sie brauchen nicht extra die Aufnahmekanäle zu wechseln.

Tonbandspule Mono-Viertelspur

Die Hälfte der Spuren ist nun voll. Es bleiben also noch zwei Spuren übrig. Sie müssen nun also den Aufnahmekanal umschalten und das Tonband wenden. Danach wird im Aufnahmekanal 2 aufgenommen und der untere Kopfteil übernommen.

Tonbandspule Mono-Viertelspur

Nach diesem Vorgang sind nun 3 von 4 Spuren belegt. Sie müssen das Tonband nun wieder wenden, dürfen allerdings nicht den Aufnahmekanal wechseln.

Tonbandspule Mono-Viertelspur

Wenn Sie jetzt Spur 1 wiedergeben möchten, müssen Sie das Tonband wieder wenden. Nun werden Spur 1 und Spur 2 vom oberen Wiedergabekopf abgetastet und Spur 3 und Spur 4 vom unteren Wiedergabekopf.
Sie müssen nun auch noch die Stellungen des Wiedergabefunktionsschalters richtig bedienen:
Kanal 1: enthält die Spuren 1 und 2
Kanal 2: Enthält die Spuren 3 und 4

Wenn Sie bei der Viertelspur-Aufzeichnungen die analogen Aufnahmen abspielen möchten, die sich auf Spur 3 und Spur 4 befinden, müssen Sie den Wiedergabefunktionsschalter umschalten. Für die Mono-Aufzeichnungen gab es noch eine weitere Möglichkeit, die aber den internationalen Normen wiedersprach. Wenn Spur 1 fertig bespielt war, hatte man die Möglichkeit, das Band zurück zu Spulen, damit man dann auf den Aufnahmekanal 2 schalten konnte. Spur 2 wurde also gleichzeitig zu Spur 1 bespielt. Dies nennt man Parallelspur-Aufzeichnung.

Tonkopf, Tonband digitalisieren

Für die analoge Viertelspur-Aufzeichnung bestehen die gleichen Möglichkeiten. Hier wird das Band allerdings erst dann umgedreht, wenn beide Spuren vollständig bespielt sind. Achten Sie darauf, dass sich Kanal 1 dann auf Spur 1 und 3 befindet, sowie Kanal 2 auf Spur 2 und 4.

Die Stereo-Halbspur

Bei der Stereo-Halbspur-Aufnahme werden die zwei Spuren zur gleichen Zeit bespielt. Der linke Kanal, der sich oben befindet, wird auf Spur 1 aufgezeichnet und der rechte Kanal, der sich unten befindet, wird auf Spur 2 bespielt. Bei dieser Art der Aufnahme ist das Tonband somit im ersten Durchgang voll.

Tonbandspule Stereo-Halbspur

Die Stereo-Viertelspur

Die Funktion dieser Aufnahmeart ist anders, als die anderen Vorgänge. Zunächst wird nur Spur 1 und Spur 3 aufgenommen. Wenn das Tonband vollständig abgelaufen ist, wird es umgelegt. Nun werden Spur 2 und Spur 4 bespielt.

Tonbandspule Stereo-Viertelspur

Unser Tipp: Notieren Sie für die Archivierung unbedingt Titel und Länge des Tones, sowie Geschwindigkeit und Spurlage. Dies gilt vor allem für Mono-Viertelspur-Aufnahmen. So können Sie auch später noch nachvollziehen, wo sich was befindet.

Zusammenfassung

  1. Bei Tonbändern gibt es viele verschiedene Varianten. Es gibt Vollspur, Halbspur und Viertelspur. Zusätzlich gibt es diese Variante in „Mono“ oder „Stereo“.

  2. Die ersten Tonbänder wurden komplett verwendet, also das komplette Trägermaterial bespielt. Für die Aufnahme war das Tonband also nur mit einer Tonspur betraut. Man bezeichnet sie als Vollspurgeräte. Diese zeichnen allerdings nur im Modus „mono“ auf.

  3. Um die Tonbänder zu optimieren, hat man sie in zwei Teile aufgeteilt. Daher stammt der Begriff „Halbspurgerät“. Hier verwendet jeder Teil nur eine Spur. Damit wurden Aufnahmen von unterschiedlichen Tönen ermöglicht. Es wurden auch Stereoaufnahmen ermöglicht. Dabei wurde einzelne Spuren für den gleichen Kanal genutzt. In einem Durchlauf entstand also eine komplette Bespielung. Beim 2-Spur-Mono wird das Band in jede Richtung jeweils einmal bespielt.

  4. Um das Tonbandgerät zu optimieren, entwickelte man die Viertelspur. Diese stellte dem Nutzer zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Bei 3-Spur-Stereo bespielt man pro Laufrichtung zwei Kanäle. Danach konnte man die Bänder drehen und den gleichen Vorgang nochmal durchführen.

  5. Die Viertelspuren können auch für Mono-Aufnahmen verwendet werden. Die mögliche Kapazität wird also verdoppelt. Stereo wird also auf zwei Kanälen pro Durchlauf aufgenommen. Mono wird allerdings nur eine Spur bespielt.  Das Magnetband konnte in jede Laufrichtung zweimal genutzt werden, das führte zu einer erneuten Verdopplung der Kapazität einer Tonspule. Das Vierteltonbandgerät hatte mehr Funktionsschalter als zuvor, so konnte bei verschiedenen Aufnahmen zur entsprechenden Spur gewechselt werden.

  6. Durch verschiedene Ausführung wurden Tonbandgeräte deutlich vielfältiger. Natürlich verbesserte sich die Ausstattung auch mit der Zeit, dadurch ergab dich die Möglichkeit 4-Spur-Stereoaufnahmen oder 4-Spur-Monoaufnahmen aufzuzeichnen. Durch die Ergänzung der Geräte durch neue Schalter konnten die gewünschten Funktionen einfach ausgewählt werden.

  7. Professionelle Geräte waren mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Der Inhalt einer Spur konnte auf eine andere Spur überspielt werden. Darüber hinaus war es auch möglich die Inhalte zweier Monospuren zusammenzusetzen.
Tonbandgeräte

Die magnetische Aufzeichnung

Die magnetische Aufzeichnung ebnete den Weg zur dauerhaften Speicherung von Daten und Informationen und bildet somit den Kern des elektronischen Zeitalters.

Bei diesem Verfahren gilt die Aufzeichnung auf Festplatten oder Magnetbänder als Hauptbestandteil der elektronischen Datensicherung. Der folgende Text befasst sich hauptsächlich mit der magnetischen Aufzeichnung von Tonbandgeräten auf die Magnetbänder von Tonspulen. Magnetbänder sind auf Grund der kostengünstigen und mittelfristig langen Datenspeicherung von 10 bis 20 Jahren sehe beliebt. Die Funktion ist ähnlich wie bei einem Schmalfilm.

Die zwei Teile des Audio-Aufzeichnungssystems:

  1. Das Tonbandgerät (fungiert auch als Wiedergabegerät)
  2. Das Magnetband (fungiert als Speichermedium)

Die Basis dieser Technik wird durch einen Elektromagneten gebildet. Er befindet sich im Aufzeichnungskopf eines jeden Tonbandgerätes und sieht folgendermaßen aus:

Tonband - magnetische Aufzeichnung

Den Hauptbestandteil bildet ein Eisenkern, um den ein Draht (blau) gewickelt ist. Fließt dann Strom durch den Draht, wird der Eisenkern magnetisiert. Während einer Aufzeichnung wird dann das Audio-Signal durch die Drahtspule geleitet, um so ein Magnetfeld in dem Eisenkern zu erzeugen. Am Spalt des Eisenkerns wird durch den magnetischen Fluss nun ein Streifenmuster gebildet (rot).

Das Tonband ist mit winzig kleinen Eisenpartikeln beschichtet, die durch den vorbeifahrenden Tonkopf magnetisiert und so neu strukturiert werden.

Praktisch wir das vom Mikrophon ausgehende Signal also durch die Spule geschickt und wird bei diesem Vorgang magnetisiert. Das magnetisierte Signal sorgt dann dafür, dass sich die Eisenpartikel auf dem Tonband neu strukturieren.

Wirkt ein starkes magnetisches Signal auf das Magnetband (beispielsweise durch hohe, tiefe oder lange Töne), wird ein stärkerer "Abdruck" auf dem Band hinterlassen.

Soll ein Ton wiedergegeben werden, läuft das Verfahren genau andersherum ab. Hierzu läuft das Magnetband wieder am Tonkopf vorbei. Laufen jetzt magnetisierte Partikel am Tonkopf vorbei, induziert dies Strom in der Spule. So entsteht ein elektrisches Signal. Verstärkt man dieses Signal, beispielsweise mit Hilfe eines Lautsprechers, wird es in für uns hörbare Töne umgewandelt.

Häufig gestellte Fragen

Tonband

Kann ich Tonbänder universell nutzen?

Normalerweise schon. Tonbänder können in der Regel auf jedem Tonbandgerät abgespielt werden. Sowohl die Größe, als auch die Breite des Tonbands, hängt lediglich mit der Qualität des wiederzugebenden Tons zusammen. Der Durchmesser der Spule kann hier außer Acht gelassen werden.

Wo kann man alte Tonbänder verkaufen?

Tonbänder kann man in Sci-Fi Foren, an Sammler und Technikbegeisterte verkaufen. Oft ist nicht klar ob ein Gerät noch funktionstüchtig ist, daher ist ein Käufer, der sich auf dem Gebiet auskennt, eine gute Wahl. 

Wie kommt es, dass sich die eigene Stimme auf dem Tonband anders anhört als in echt?

Der Klang Ihrer stimme verzeichnet oft einen Unterschied, vergleicht man das direkte Sprechen mit einer Aufnahme. Dies liegt am Unterschied der Wiedergabe. Wenn Sie sprechen, hören Sie Ihre Stimme so zu sagen zweimal. Sie hören die Schallwellen in Ihren Ohren, gleichzeitig aber auch den Klang Ihrer Stimme durch den Schädelknochen. Im Gegensatz dazu hören Sie Ihre Stimme bei der Wiedergabe mit einem Tonbandgerät nur über den Luftschall. Dies verändert den wahrgenommenen Ton natürlich.

Wo kamen Tonbänder zum Einsatz?

Tonbänder wurden nicht nur im privaten Bereich genutzt. Auch im Dienstleistungssektor kamen sie zum Einsatz. Sie fanden beispielsweise im Rundfunk (Radio), in Studios zur Aufzeichnung von Musikaufnahmen und auch als Flugschreiber in Passagier- und anderen Flugzeugen Verwendung. Unterschiede lagen bei den Tonbändern lediglich in der Bandbreite sowie der Bandgeschwindigkeit.
Bei Amateurgeräten lag die Bandgeschwindigkeit ausnahmslos bei 19 cm/s. Diese Geschwindigkeit bildete einen guten Mittelwert zwischen Aufnahmelänge und -qualität.
Im professionellen Bereich (Rundfunk- oder Tonstudios) nutzte man Geräte mit einer Aufnahmegeschwindigkeit von 38 cm/s, da hier die Tonqualität eine wichtige Rolle spielte.
Bei Flugschreibern wiederum nutzte man eine langsame Aufnahmegeschwindigkeit, da es hier auf lange Laufzeiten ankam. 

Welche Qualität haben meine Tonträger?

Die Qualität von Tonträgern und Aufnahmen ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu gehört die Oberflächenglätte des Magnetbandes, die Größe der darauf befindlichen Magnetpartikel, die Breite der Magnetspur und die noch vorhandene Magnetisierbarkeit.  Darüber hinaus spielen sowohl der Magnetkopf und dessen Spaltbreite, als auch die Bandgeschwindigkeit eine große Rolle. Aufnahmen die mit einer hohen Bandgeschwindigkeit aufgenommen wurden, weisen meist Defizite in der Bassqualität auf. Langsamer aufgenommene Tonaufnahmen können hingegen tiefere Frequenzen besser wiedergeben.
Sie möchten dies genau abklären lassen? Dann sind sie bei uns genau richtig. Schauen Sie sich gerne unsere Preisliste an oder kontaktieren Sie uns unter der Nummer +49 (0) 2247 915 90 18 und lassen Sie sich von unseren Experten kostenlos beraten. Wir digitalisieren Ihre Tonträger!

Was sind sogenannte Bandlaufwerke?

Anfang der 50er Jahre wurden Bandlaufwerke entwickelt und damals zur Speicherung von Massendaten verwendet. Da sich eine hohe Speicherkapazität zu niedrigen Kosten bietet, werden Bandlaufwerke heutzutage zur Datenarchivierung und -sicherung auf Servern genutzt, meist jedoch lediglich für Daten, auf die kein häufiger Zugriff erfolgt. Die Nutzung von Magnetbänder als Speichermedium, wurde mehr und mehr verbessert und trifft noch heute bei Hi-Fi Fans auf Begeisterung.

Wie funktionieren die verschiedenen Aufzeichnungsverfahren und was hat es mit diesen auf sich?

Es gibt zwei verschiedene Verfahren zur Aufzeichnung von Audio-Material um die Daten speichern bzw. zu archivieren. Dabei ist das Ziel, so viele Daten wie möglich auf einen vorhandenen Tonträger zu überspielen, sodass trotzdem eine fehlerfreie Auslesung der Daten gewährleistet ist.
Die verschiedenen Verfahren sind das Längsspurverfahren und das Schrägspurverfahren. Beide Namen leiten sich von der optischen Technik des jeweiligen Verfahrens ab.
Beim Längsspurverfahren liegt die Datenspur parallel zum Magnetband. Abhängig von der Bewegung des Magnetbandes ist sowohl die Aufzeichnungs- als auch die Wiedergaberichtung.
Beim Schrägspurverfahren wird das Magnetband in einem bestimmten Neigungswinkel aufgewickelt. So kann eine höhere Aufzeichnungsdichte erreicht werden. Da das Band im Inneren des Tonbandgerätes schräg liegt, lässt sich auch hier der Name des Verfahrens von der Technik ableiten.
Wir, die Film-Retter, nehmen eine Audiorestauration Ihrer Aufnahmen vor und überspielen diese auf DVD oder einen Stick. Danach können Sie Ihre Audio-Dateien beispielsweise auch in iTunes wiedergeben oder auf einen anderen Datenträger kopieren.

wav – Was ist das?

Die Abkürzung "wav" beschreibt ein Audioformat. In diesem Format speichern wir Ihre Audio-Dateien ab, sodass diese von Ihnen auf den verschiedensten Datenträgern gespeichert werden können. Sie möchten mehr darüber erfahren? Rufen sie uns gerne unter der Nummer +49 (0) 2247 915 90 1 an.

Cassette oder Kassette?

Die deutsche Schreibweise ist Kassette, gemeint sind beispielsweise Audiokassetten und Musikkassetten. Cassette hingegen ist die englische Schreibweise. Die Kassette wurde in den Niederlanden erfunden. Da niederländisch keine Weltsprache ist, ist es daher korrekt die deutsche Schreibweise zu nutzen.

Was wird bei den Film-Rettern digitalisiert?

Das Angebot der Film-Retter reicht von Schallplatten, über Musikkassetten, VHS-Kassetten, sowie fast alle anderen Arten von Kassetten, bis hin zu Schmalfilmen, Dias, Negativen und Fotos.

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